Mailand trauert um Fußball-Legende Franco Baresi

Fußballwelt nimmt Abschied von Franco Baresi
Die Fußballwelt trauert um Franco Baresi, der im Alter von 66 Jahren verstorben ist. Der ehemalige Verteidiger, der als Ikone des italienischen Fußballs galt, verstarb in der Nacht auf Freitag. Der AC Mailand, sein langjähriger Verein, teilte die Nachricht mit und würdigte Baresi als jemanden, der „das Herz und die Seele des AC Mailand verkörperte“.
Die Nachricht von Baresis Tod folgt auf eine schwere Krankheit, gegen die er in den letzten Jahren gekämpft hatte. Bereits im vergangenen Jahr wurde er wegen eines Knotens in der Lunge operiert. Kurz vor seinem Tod hatte es am Mittwoch Falschmeldungen über sein Ableben gegeben, die der AC Mailand umgehend dementierte, jedoch bestätigte, dass Baresi eine „schwierige und heikle Phase“ durchmache.
Casino Boni
100% bis zu 500€ + 200 Freispiele
- Willkommenspaket bis zu 1.500€
- 10% wöchentliches Cashback



100% bis zu 750€ + 150 Freispiele
- Bis zu 2.000€ auf die ersten 3 Einzahlungen
- 25% Reload-Bonus jeden Montag



150% bis zu 300€ + 100 Freispiele
- Willkommensbonus bis zu 1.000€
- 50 Freispiele jeden Freitag
Sein letzter öffentlicher Auftritt war bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina, wo er als Fackelträger im ausverkauften San Siro Stadion die olympische Flamme trug. Dieser Auftritt machte das weltweite Ereignis unvergesslich.
Eine Karriere in Schwarz-Rot und Blau
Franco Baresi verbrachte seine gesamte Profikarriere beim AC Mailand. Von 1977 bis 1997 stand er für die „Rossoneri“ auf dem Platz und absolvierte 716 Spiele für den Verein. Andere Berichte sprechen von 719 Pflichtspielen. Er war bekannt als klassischer Libero und Innenverteidiger und gilt als einer der größten Liberos in der Geschichte des Fußballs. Seine Rückennummer 6 wurde nach seinem Karriereende beim AC Mailand nicht mehr vergeben, und er wurde in einer Umfrage zum Spieler des Jahrhunderts des Vereins gewählt.
Mit dem AC Mailand gewann Baresi zahlreiche Titel, darunter sechs italienische Meisterschaften. Er triumphierte dreimal im Europapokal der Landesmeister beziehungsweise in der Champions League, den Wettbewerben, die er 1989, 1990 und 1994 mit seinem Team für sich entscheiden konnte. Seine größte Zeit hatte er Ende der 1980er Jahre, als er zusammen mit Paolo Maldini, Alessandro Costacurta und Mauro Tassotti eine legendäre Abwehrreihe bildete und unter Trainer Arrigo Sacchi den europäischen Fußball dominierte.
Auch auf internationaler Ebene feierte Baresi Erfolge mit der italienischen Nationalmannschaft. Er war Teil des Kaders, der 1982 die Weltmeisterschaft gewann, auch wenn er dabei ohne Einsatz blieb. 1990 erreichte er mit Italien den dritten Platz bei der Heim-WM. 1994 stand er erneut im WM-Finale gegen Brasilien, wo er im Elfmeterschießen als erster Schütze antrat, sein Schuss jedoch über das Tor ging und Brasilien am Ende jubelte.
Wegen seiner technischen Finesse und Spielintelligenz wurde Baresi oft mit Franz Beckenbauer verglichen, der als sein großes Idol galt. Dies brachte ihm den Spitznamen „Kaiser Franz“ ein. Giovanni Malagò, der Präsident des italienischen Fußballverbandes, bezeichnete Baresi als „außergewöhnlichen Spieler“, der in seiner gesamten Karriere nur zwei Trikots getragen habe: das des AC Mailand und das blaue der italienischen Nationalmannschaft. Diese „romantische Entscheidung“ habe ihn zu Recht in die Herzen der Fans und Millionen von Italienern gebracht.
Ein Vermächtnis der Treue und des Kampfes
Die „Gazzetta dello Sport“ würdigte Baresi emotional und schrieb: „Du bist für immer, auch wenn du nicht mehr unter uns bist.“ Sie hob seine „unverbrüchliche Treue“ hervor, die durch eine Krankheit beendet wurde, die ihn in den vergangenen Jahren zu einem „unermüdlichen Kampf“ zwang, den er „erhobenen Hauptes führte“. Der AC Mailand betonte in seiner Mitteilung, dass der gesamte Verein und alle Milanisti dem Vermächtnis von Franco Baresi gerecht werden müssen und dass er sie „auf unserem Weg in den Farben der Rossoneri für immer begleiten und antreiben wird“.
Interessanterweise wäre Baresi beinahe beim Stadtrivalen Inter Mailand gelandet. Zusammen mit seinem älteren Bruder Giuseppe hatte er sich bei den „Nerazzurri“ beworben. Während Giuseppe einen Vertrag erhielt und rund 15 Jahre für Inter spielte, wurde Franco als zu schmächtig empfunden und suchte sein Glück daraufhin beim AC Mailand. Inter würdigte Baresi später als „Protagonisten der großen Duelle im Mailänder Derby und eine der Persönlichkeiten, die die Geschichte dieser Rivalität am stärksten geprägt haben“.
Nach seiner aktiven Profikarriere blieb Franco Baresi dem AC Mailand treu. Er war zunächst Jugendtrainer und bekleidete fortan weitere Posten im Club, zuletzt als Vizepräsident des Traditionsvereins. 1990 wurde er als Italiens Fußballer des Jahres ausgezeichnet.
Source: bild.de