Stuttgart-Neuzugang Pejčinović feiert Traumstart im DFB-Pokal mit Hattrick

Stuttgart-Neuzugang Pejčinović feiert Traumstart im DFB-Pokal mit Hattrick

Dženan Pejčinović, der neue Stürmer des VfB Stuttgart, hat einen bemerkenswerten Einstand im DFB-Pokal gefeiert. Bei seinem ersten Pflichtspiel für den Verein erzielte der 21-Jährige einen Hattrick und trug maßgeblich zum 4:0-Auftaktsieg gegen den Drittligisten Hansa Rostock bei. Dieser Erfolg sichert dem VfB Stuttgart den Einzug in die nächste Runde und hält die Hoffnung auf ein drittes Pokalfinale in Folge am Leben.

Der Transfer von Pejčinović, der für eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro zum VfB Stuttgart wechselte, scheint sich bereits ausgezahlt zu haben. Seine Leistung in Rostock hat die Erwartungen schnell erfüllt und auch die Aufmerksamkeit von Bundestrainer Jürgen Klopp geweckt. Berichten zufolge hat Klopp den VfB bereits darüber informiert, dass er Pejčinović für den Neuaufbau der deutschen Nationalmannschaft im Hinblick auf die EM 2028 im Blick hat.

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Dominanter Auftritt in Rostock

Das Spiel in Rostock begann mit einer Phase, in der sich die Gastgeber zunächst wacker schlugen. Doch der VfB Stuttgart übernahm zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen und dominierte den Ballbesitz. Die Defensive von Hansa Rostock zeigte dabei Schwächen, die der VfB konsequent ausnutzte.

In der 18. Minute gelang Pejčinović sein erster Treffer. Nach einem Ballverlust von Hansa im eigenen Aufbau leitete Tiago Tomas den Ball auf den zentral postierten Pejčinović weiter. Der Angreifer schloss präzise mit einem Flachschuss ins rechte Eck ab und brachte den VfB in Führung. Nur 19 Minuten später, in der 37. Minute, folgte der zweite Streich. Erneut führte ein Fehler im Rostocker Aufbau zum Gegentreffer. Nach einer Bewegung von Pejčinović rutschte der Rostocker Spieler Pfanne weg, und der Ex-Wolfsburger versenkte den Ball rechts oben im Eck.

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Dzenan Pejcinovic traf dreifach für den VfB Stuttgart.(Foto:picture alliance / Pressefoto Rudel) Credit: n-tv.de

Trotz der Dominanz des VfB hatte Hansa Rostock in der 22. Minute eine große Chance durch Leon Dajaku, der frei auf den Stuttgarter Torwart Fabian Bredlow zulief, sich aber entschied, den Ball noch einmal abzulegen und ihn dabei verlor. Nach der Pause, die kurzzeitig durch Pyrotechnik der Hansa-Fans unterbrochen wurde, sorgte Tiago Tomas in der 74. Minute für das 3:0. Kurz darauf machte Pejčinović seinen Hattrick in der 82. Minute perfekt, indem er eine flache Hereingabe von Vagnoman verwertete.

Lob vom Trainer und Kapitänsfrage

Sebastian Hoeneß, der Trainer des VfB Stuttgart, zeigte sich begeistert vom Einstand seines neuen Stürmers. Bereits vor dem Spiel hatte Hoeneß in einem Interview seine hohe Erwartungshaltung an Pejčinović deutlich gemacht. Er äußerte, dass er dem Spieler den Sprung in die Nationalmannschaft zutraue und der Verein eine solche Ablösesumme investiert habe, da man großes Potenzial in ihm sehe. Hoeneß hob hervor, dass Pejčinović ein Stürmer sei, der Tore mit rechts, links und per Kopf erzielen könne und viele Qualitäten mitbringe, die ein Mittelstürmer benötige.

Ein weiterer Aspekt des Spiels war die Kapitänsfrage beim VfB Stuttgart. In Rostock führte Deniz Undav die Mannschaft als Kapitän aufs Feld, während der eigentliche Spielführer, Atakan Karazor, auf der Bank saß. Hoeneß hatte zuvor angekündigt, dass die Kapitänsfrage nach dem Trainingslager am Chiemsee entschieden werden sollte, verschob die endgültige Entscheidung jedoch auf die Zeit vor dem ersten Bundesligaspiel.

Es wird berichtet, dass Karazor bereits darüber informiert wurde, dass er nach zwei Jahren nicht als Kapitän weitermachen soll. Sportlich scheint Neuzugang Grischa Prömel, der sein Debüt für den VfB als gebürtiger Stuttgarter als „wunderschön“ bezeichnete, vor Karazor zu liegen, der keinen gesicherten Stammplatz mehr hat. Vieles spricht nun für Undav als neuen Kapitän. Die endgültige Entscheidung darüber wird in den nächsten Tagen vom sechsköpfigen Mannschaftsrat getroffen, dem Bredlow, Zagadou, Demirovic, Karazor, Undav und Stiller angehören.

Der VfB Stuttgart hat mit diesem deutlichen Sieg die erste Hürde im DFB-Pokal genommen und blickt optimistisch auf die kommende Saison. Die Leistung von Dženan Pejčinović im Spiel gegen Hansa Rostock, insbesondere sein Hattrick, unterstreicht das Potenzial des jungen Stürmers.

Für Hansa Rostock endete die Pokalreise hingegen bereits zum dritten Mal in Folge in der ersten Runde. Trainer Daniel Brinkmann hatte vor der Partie noch selbstbewusst erklärt, es gebe „auch schönere Lose für Stuttgart“, doch seine Mannschaft konnte dem Favoriten nicht ernsthaft Paroli bieten. Der VfB Stuttgart hat mit diesem 4:0-Sieg seine Ambitionen im DFB-Pokal klar unterstrichen.

Source: bild.de

Lena Schmidt ist Redakteurin für Sport und aktuelle Nachrichten.