Mannheim: DFB-Pokal-Derby eskaliert, Polizei stürmt Platz

Eskalation im Südwest-Derby
Das DFB-Pokal-Derby zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern (FCK) am 21. August 2026 wurde von tumultartigen Szenen überschattet. Die Partie, die der FCK mit 1:0 nach Verlängerung gewann, sah den Einsatz von Polizeikräften, darunter auch berittene Polizisten, auf dem Spielfeld. Die Situation eskalierte nach dem Abpfiff der regulären Spielzeit, als es zu einer großen Rudelbildung nahe des Mannheimer Blocks kam.
Im Zentrum der Auseinandersetzung stand Lautern-Kapitän Marlon Ritter, der mit mehreren Spielern von Waldhof aneinandergeriet. Von der Haupttribüne flogen Gegenstände wie Bierbecher und Regenschirme in Richtung Ritter. Als Reaktion darauf wurden Pyroraketen aus dem Lautern-Block auf die Haupttribüne geschossen. Die Situation spitzte sich zu, als Mannheimer Fans versuchten, das Spielfeld zu stürmen.
Casino Boni
100% bis zu 500€ + 200 Freispiele
- Willkommenspaket bis zu 1.500€
- 10% wöchentliches Cashback



100% bis zu 750€ + 150 Freispiele
- Bis zu 2.000€ auf die ersten 3 Einzahlungen
- 25% Reload-Bonus jeden Montag



150% bis zu 300€ + 100 Freispiele
- Willkommensbonus bis zu 1.000€
- 50 Freispiele jeden Freitag
Schiedsrichter Robert Schröder unterbrach die Partie und schickte beide Teams in die Kabinen. Währenddessen flogen mehrere Bengalos aus dem Mannheimer Block bis über den Mittelkreis und verfehlten einige Lautern-Profis nur knapp. Daraufhin stürmten Hundertschaften der Polizei den Rasen, und der komplette Mannheimer Block wurde abgeriegelt. Sogar Polizisten zu Pferde ritten über den Rasen, wobei ein Bengalo direkt neben einem der Tiere explodierte.
Spielunterbrechung und Fortsetzung
Die Unterbrechung dauerte etwa 20 Minuten. Sky-Moderator Patrick Wasserziehr kommentierte die Lage als „unglaublich unschön“ und erwähnte, dass ein Versuch unternommen werde, das Spiel fortzusetzen, aber bei der kleinsten Kleinigkeit Schluss sein würde. Auch der Stadionsprecher informierte die Zuschauer über die Situation. Waldhof-Kapitän Klünter suchte den Dialog mit den Fans seiner Mannschaft, um auf sie einzuwirken.
Hinter dem Mannheimer Tor zeigte sich ein Bild der Verwüstung, da Werbebanden abgerissen wurden und deren Überreste auf dem Boden lagen. Um 20:29 Uhr verließ die Polizei das Spielfeld, und um 20:38 Uhr wurde die Partie fortgesetzt. Kurz vor Schluss der Verlängerung erzielte Ibrahim Kanaté in der 120. Minute aus 20 Metern ins rechte Toreck den entscheidenden Treffer für den FCK, was den Sieg für Kaiserslautern sicherte.


Reaktionen und Ausblick
Mannheims Sportdirektor Mathias Schober äußerte sich kritisch über den Platzsturm und betonte, dass dies „überhaupt nicht geht“. Er prangerte jedoch auch „massive Provokationen“ von Lauterns Profi Marlon Ritter an. FCK-Sportgeschäftsführer Thomas Hengen bezeichnete die Vorkommnisse auf den Rängen als „drüber“ und betonte, dass dies dem Fußball schade. Die Fan-Lager beider Vereine sind seit den frühen 1980er Jahren verfeindet, und schon vor dem Spiel gab es Zwischenfälle mit Pyrotechnik aus dem Heimblock und dem Werfen von Sitzschalen in Richtung des FCK-Keepers Julian Krahl.
Die zweite Runde des DFB-Pokals ist für den 27. und 28. Oktober angesetzt. Die Auslosung dafür findet am 5. September im Rahmen der ARD Sportschau im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund statt. Am kommenden Wochenende kehren beide Teams in den Liga-Alltag zurück: Der FCK trifft am Sonntag, 30. August, um 13:30 Uhr auf den FC St. Pauli, während Waldhof Mannheim drei Stunden später beim TSV Havelse antritt.
Source: bild.de