Fifa-Präsidentschaft: Infantinos Gegner suchen nach Wegen für einen Sturz

Fifa-Präsidentschaft: Infantinos Gegner suchen nach Wegen für einen Sturz

Widerstand gegen Infantino wächst

Der Widerstand gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino nimmt zu, nachdem Pläne zum Teilverkauf der Weltmeisterschaft an eine Investorengruppe zurückgezogen wurden. Mehrere Medienberichte deuten auf mögliche Pläne hin, Infantino aus seinem Amt zu entfernen. Die UEFA hat Infantino offiziell das Vertrauen entzogen und fordert, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Auch die nationalen Verbände von Wales und England haben ihre Unterstützung für eine Wiederwahl Infantinos zurückgezogen.

Der walisische Fußballverband FAW informierte die Fifa über seine Entscheidung, Infantinos Kandidatur für die Amtszeit von 2027 bis 2031 nicht mehr zu unterstützen. Der Verband begründete dies mit Defiziten in den Bereichen Verbandsführung, Entscheidungsprozesse, Führung, Werte, Stakeholder-Management, Kommunikation und Urteilsvermögen. Auch der englische Verband zog nach und wird der Fifa ein entsprechendes Schreiben zukommen lassen.

Casino Boni

1
Winbeatz
5.0/5

100% bis zu 500€ + 200 Freispiele

  • Willkommenspaket bis zu 1.500€
  • 10% wöchentliches Cashback
2
Thor Fortune
5.0/5

100% bis zu 750€ + 150 Freispiele

  • Bis zu 2.000€ auf die ersten 3 Einzahlungen
  • 25% Reload-Bonus jeden Montag
3
Roulettino
5.0/5

150% bis zu 300€ + 100 Freispiele

  • Willkommensbonus bis zu 1.000€
  • 50 Freispiele jeden Freitag

Alle Casino-Boni →

Der Druck auf den seit 2016 amtierenden Fifa-Chef wächst insbesondere in Europa. Es wird erwartet, dass weitere Verbände dem Beispiel von Wales und England folgen und ihre Unterstützung zurückziehen könnten. Infantino plant, sich am 18. März 2027 auf dem 77. Fifa-Kongress in Rabat, Marokko, für eine letzte vierjährige Amtszeit wählen zu lassen.

Mögliche Wege für einen Amtsentzug

Es gibt verschiedene Szenarien, wie Infantino sein Amt verlieren könnte. Ein möglicher Ablauf, wie ihn die „Sunday Times“ beschreibt, sieht vor, dass Infantino sich bei einer Sondersitzung des Fifa-Councils erklären müsste. Das Fifa-Council ist das wichtigste Entscheidungsgremium der Organisation zwischen den Fifa-Kongressen und besteht aus 37 Mitgliedern. Für die Einberufung einer Krisensitzung müssten mindestens 19 Teilnehmer zustimmen, und das Treffen müsste innerhalb von zwei Wochen stattfinden. Dort könnte er zum Rücktritt aufgefordert werden, was er jedoch ablehnen könnte.

Falls Infantino einen sofortigen Rücktritt ablehnt, könnten seine Gegner einen Gegenkandidaten aufbauen. Hierfür müssten sich Gegner aus Europa, Asien sowie Mittel- und Nordamerika auf eine Person einigen. Eine alternative Möglichkeit wäre, dass 43 der 211 Fifa-Mitglieder einen außerordentlichen Kongress beantragen und dort eine Mehrheit für ein Misstrauensvotum gegen Infantino erreichen. Dies würde bedeuten, dass er bereits vor der regulären Wahl im März 2027 sein Amt verlieren könnte.

Gianni Infantino ist seit 2016 Fifa-Präsident
Gianni Infantino ist seit 2016 Fifa-PräsidentFoto: Darryl Dyck / The Canadian Press / AP / dpa Credit: spiegel.de

Potenzielle Nachfolger und Herausforderer

Mehrere Namen werden als mögliche Herausforderer für Infantinos Amt gehandelt. Zunächst galt Nasser Al-Khelaifi, der katarische Besitzer von Paris Saint-Germain, als Favorit. Er hat jedoch bereits mitteilen lassen, kein Interesse am Posten des Fifa-Chefs zu haben und bleibt vorerst Mitglied im UEFA-Exekutivkomitee und Vertrauter von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin.

Aleksander Ceferin selbst wäre ein logischer Herausforderer. Der slowenische Rechtsanwalt hat jedoch eine erneute Kandidatur für den europäischen Dachverband im Jahr 2027 ausgeschlossen. Er äußerte, dass jede Organisation nach einer gewissen Zeit „frisches Blut“ benötige, wobei diese Aussage bereits mehr als zwei Jahre alt ist.

Auch der asiatische Verbands-Boss Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa aus Bahrain wird als potenzieller Kandidat genannt. Er hatte bereits im Jahr 2016 gegen Gianni Infantino kandidiert, unterlag dem Schweizer jedoch knapp. Damals sah er sich Vorwürfen der Korruption und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt.

Victor Montagliani, Präsident des für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständigen Kontinentalverbands Concacaf, soll ebenfalls Ambitionen auf das Amt haben. Ein weiterer Name, der in den Medien genannt wird, ist Mattias Grafström. Der gebürtige Schweizer wurde nach einer Interimszeit im Jahr 2024 offiziell Fifa-Generalsekretär und gilt eigentlich als enger Vertrauter von Gianni Infantino. Medienberichten zufolge soll er jedoch angeblich eine Chance auf den höchsten Posten im Weltfußball sehen.

Bislang gibt es keinen offiziellen Gegenkandidaten zu Infantino. Kandidaten können ihre Bewerbungen für die Wahl zum Fifa-Präsidenten bis zum 18. November einreichen.

Source: spiegel.de

Lena Schmidt ist Redakteurin für Sport und aktuelle Nachrichten.